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Spielbericht von der Begegnung TSV Schwabhausen: ttc berlin eastside
Schwabhausen ging mit geänderter Doppelaufstellung an den Start. Im ersten Doppel standen Ágnes Kókai mit Kathrin Mühlbach dem sehr erfolgreichen Doppel Song Ah Sim und Andrea Bakula gegenüber (Vorrundenbilanz 7:1). Kókai / Mühlbach konnten aber die Partie über weite Strecken ausgeglichen gestalten, lediglich in den Schlussphasen der drei gespielten Sätze konnten die Berlinerinnen noch eine Schippe drauflegen und sich so den Erfolg sichern.
Sabine Winter und Ting Yang traten gegen Petra Lovas und Georgina Pota an, die in der Rückrunde ebenfalls eine gute Bilanz vorzuweisen hatten. In Satz eins gelang es den Schwabhauserinnen, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen, der aber von Berlin egalisiert wurde, die ihrerseits zwei Satzbälle zum 8:10 herausspielten. Schwabhausen konnte diese aber abwehren, sodass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Hier konnte dann Berlin gleich den nächsten Satzball nutzen und ging mit 1:0 in Führung. In den Folgesätzen hatte die Berlinerinnen dann das Spiel besser im Griff und ließen Schwabhausen keine Möglichkeit mehr, sich entscheidende Vorteile herauszuspielen.
Im ersten Einzel des Tages trat Sabine Winter gegen Georgina Pota an, die gleich die Initiative übernahm und mit gut verteilten Bällen einen sicheren Gewinn des ersten Satzes verbuchte. Im zweiten Satz gelang es Winter zunächst, einen 8:4-Vorsprung herauszuspielen; Pota konterte aber und ließ Winter keinen weiteren Punkt mehr in diesem Satz. Die zeigte sich aber wenig beeindruckt davon und konnte an ihren guten Start im zweiten Satz anknüpfen. Diesmal behielt sie die Kontrolle und sicherte sich den Erfolg. Satz vier bot dann ein hart umkämpftes Spiel, bei dem Winter sich einen Satzball erspielen konnte, den aber Pota abwehren und den Satz und somit das Spiel in der Verlängerung gewinnen konnte.
Über weite Strecken ausgeglichen verliefen die ersten beiden Sätze zwischen Yang und Ah Sim. Hier hatte in der Schlussphase Yang die besseren Spielanteile und sicherte sich so jeweils den Sieg. Ah Sim stellte dann ihr Spiel um und suchte immer wieder den schnelleren Erfolg durch Schmetterbälle, während sie in den ersten beiden Sätzen fast ausschließlich mit Schupf- und Topspin-Bällen agierte. Dieses Rezept bewährte sich, sie brachte Yang damit immer wieder in Bedrängnis und hatte dadurch keine Mühe mehr, das Spiel entscheidend zu wenden und sich die Sätze drei bis fünf zu holen.
Einen harten Kampf lieferten sich wieder Mühlbach und Bakula. Im Hinspiel konnte Bakula in fünf Sätzen gewinnen, man war gespannt, wie sich die Partie in der Rückrund entwickelte. Hier konnte Mühlbach im ersten Satz Bakula gut unter Druck setzen und sich den Satzgewinn letztlich ungefährdet erspielen. Im zweiten Satz gelang es Bakula dann einen zwischenzeitlichen Vorsprung herauszuspielen, den aber Mühlbach zum 9:9 egalisierte. In der Verlängerung hatte aber dann doch Bakula den besseren Ball und holte sich Satz zwei. Im dritten Satz konnte Bakula eine anfängliche Führung Mühlbachs zum 6:6 ausgleichen, steigerte ihr Spiel und ließ diese nur noch einmal punkten. Mühlbach war aber nervenstark und konterte sogleich im vierten Satz mit einem deutlichen Erfolg, während der fünfte Satz wieder etwas enger war. Hier konnte aber Mühlbach ihren Vorsprung über die Ziellinie retten und sich so für die Niederlage der Vorrunde revanchieren.
Ein tolles Spiel bekamen die Zuschauer auch bei der Partie Kókai gegen Lovas zu sehen; letztere hatte in der Hinrunde zwar mit zwei knappen Sätzen, aber doch klar mit 3:0 gewonnen. Diesmal gelang es Kókai mit einem klasse Spiel die Partie enger zu gestalten. Nach einem deutlichen Satzverlust zu Beginn steigerte sie sich, drehte einen anfänglichen Rückstand im zweiten Satz über das 7:7 in den Satzgewinn um und ließ auch im dritten Satz nichts anbrennen. Lovas gab sich aber noch lange nicht geschlagen und gewann ihrerseits den vierten Satz ungefährdet. Im Entscheidungssatz ging es dann nochmals eng her, das Spiel war über lange Strecken ausgeglichen, bevor sich Lovas in der Schlussphase mit hervorragend platzierten Bällen den Erfolg sicherte.
Im Spitzeneinzel nach der Pause lief Winter gegen Ah Sim zur Hochform auf, und rang diese in packenden fünf Sätzen nieder. Satz eins noch mit klarem Ergebnis an Ah Sim, in Satz zwei Winter nach zwischenzeitlichem Rückstand über das 7:7 zum Satzerfolg. Der dritte Satz absolut ausgeglichen, sodass hier die Verlängerung entschied, wo Ah Sim dann schließlich den entscheidenden Punkt machen konnte. Satz vier dann unter der Kontrolle Winters, die Ah Sim keine Gelegenheit ließ, in Führung zu gehen. Der Entscheidungssatz dann wieder mit ausgeglichenem Verlauf, bei dem Winter ihren ersten Matchball nutzen konnte und sich so einen tollen Erfolg und Schwabhausen den zweiten Punkt sicherte.
Auch die nächste Partie Yang gegen Pota lief über fünf Sätze. Zunächst Yang mit dem Erfolg im ersten Satz, dann Pota mit dem sicheren Erfolg in den Sätzen zwei und drei. In Satz vier konnte Yang einen anfänglichen Rückstand ausgleichen und so das Spiel wieder offen halten. Da sich keine der Spielerinnen einen entscheidenden Vorteil schaffen konnte, musste hier mal wieder die Verlängerung die Entscheidung über Niederlage Yang oder fünfter Satz bringen. Yang setzte sich durch, holte sich den Satz und konnte sich auch den fünften Satz holen. Somit hatte Schwabhausen schon drei Zähler auf der Habenseite.
In der Partie Mühlbach gegen Lovas konnte letztere wieder den ersten Satz sicher holen, Mühlbach zeigte aber ein gutes Spiel und konnte sich die beiden Folgesätze holen. Im vierten Satz erfolgte dann ein Einbruch auf Seiten Mühlbachs, bei der plötzlich nichts mehr lief. Bälle, die in den Sätzen davor noch sicher verwandelt wurden, blieben im Netz hängen oder gingen über die Platte hinaus. Damit konnte sie in diesem Satz nur zwei Punkte herausspielen. Im fünften Satz gelang es zwar Mühlbach, sich wieder etwas zu fangen, aber Lovas hatte nun die besseren Spielanteile und behielt die Kontrolle. Damit war ihr dieses Spiel und Berlin der Gesamterfolg nicht mehr zu nehmen.
Kommentare zum Spiel:
Trotz der erschreckend niedrigen Zuschauerzahl, teilweise sicherlich den Witterungsbedingungen geschuldet, wahrscheinlich aber auch der Ausgangssituation, dass Berlin eindeutig die Favoritenrolle hatte, kochte die Halle. Die Zuschauer blieben immer „am Ball“ und feuerten die Schwabhauser Mädels kräftig an. Aus den Reihen der Schiedsrichter kam nach dem Spiel die Bemerkung, dass man sich mit dieser Stimmung nicht hinter Langweid verstecken müsse.
An diesem Spieltag konnte man sehen, dass die Schwabhauser Mannschaft nicht weit von den vorderen Mannschaften weg ist; es bleibt zu hoffen, dass sich das in den künftigen Zuschauerzahlen niederschlägt, um die entsprechende Unterstützung für die Mädels zu haben.
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