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TTSV Saarlouis- Fraulautern ./. TSV Schwabhausen: 5:5
Ein Bericht von Axel Emmert - 23.01.2011 – 1. Bundesliga Damen
Saarlouis/Steinrausch. Der 3:3-Pausenstand zwischen dem TTSV Saarlouis-Fraulautern und dem TSV Schwabhausen glich dem Resultat aus der Hinrunde. Das Wort Revanche erhielt aber innerhalb der einzelnen Partien eine große Bedeutung. Das bittere 4:6 aus der ersten Saisonhälfte wollten die Saarländerinnen nicht auf sich sitzen lassen, der Stachel saß noch immer tief. So legten die Gastgeberinnen ein forsches Tempo zum 3:0 vor. Dabei drehten Maria Fazekas/Laura Matzke mit dem 3:1 gegen die Deutschen Meister im Doppel Sabine Winter/Kathrin Mühlbach den Spieß zum ersten Vergleich um.
Völlig ungefährdet punktete Li Fen gegen Jungnationalspielerin Winter beim 3:0, und auch der Sieg von Bao Di gegen die Ungarin Fazekas gehörte in die Rubrik – wie gehabt. Für einen Paukenschlag sorgte dann Mühlbach gegen Petrissa Solja. Im Laufe der Woche agierten beide noch gemeinsam im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei den Slovenian Open, nun erwachte das Konkurrenzdenken wieder. Nach der glatten Niederlage in der Hinserie revanchierte sich die fast 19-jährige Schwabhausenerin mit einem beeindruckenden 3:0. Dabei verliefen Satz eins und drei nahezu identisch. Aus einem 3:6 machte die Linkshänderin auf Seiten des TTSV ein 11:10, doch die Nerven hielten bei Mühlbach, die sich ein 13:11 angelte. Dem 11:7 folgte erneut ein 6:3, doch noch einmal bäumte sich Solja zum 8:7 aus ihrer Sicht auf. Mühlbach agierte weiter konzentriert und die Freude nach dem 11:9 war berechtigt.
Für den mühevollen Ausgleich zeichnete dann Abwehrspielerin Yang Ting gegen Laura Matzke verantwortlich. Nach einem 11:6 und 13:15 lag die Chinesin im dritten Abschnitt 3:7 zurück, doch der erste Satzball zum 10:9 gehörte ihr. Diesen nutze die 28-Jährige auch gleich zum 11:9. Bis zum 8:8 hielt die ehemalige Deutsche Jugendmeisterin auch den vierten Durchgang offen, die nächsten drei Punkte wanderten allerdings auf das Konto von Yang Ting.
Die Spannungsbarometer stieg, als Bao Di die überragende Nummer eins der Saarländerinnen, Li Fen, nach einem knappen 12:10, 13:11 und 7:6 an den Rand einer Niederlage brachte. Mit einem 11:9 wendete Li Fen diese Bedrohung ab, ganz wichtig zu diesem Zeitpunkt, denn Winter wiederholte ihren Sieg aus der Hinrunde gegen Fazekas mit einem letztendlich sicheren 3:1 zur 4:3-Führung. Immer mehr rückte das Duell von Li Fen gegen Bao Di in den Mittelpunkt der Partie. Und die Asiatin auf Seiten der Gastgeberinnen avancierte zum Juwel ihrer Truppe, denn mit einem 11:9, 11:8 und 11:6 zog sie auch die begeistert mitgehenden Fans in ihren Bann.
Im Schlussspurt hatten sich die Bayern 2010 den doppelten Punktgewinn gesichert, und bei Yang Ting stellten sich gegen Solja beim deutlichen 11:6, 11:7 und 11: auch keine Probleme ein. Das Zünglein an der Waage war nun das letzte Einzel des Tages. Matzke schickte sich an, nach einem 11:5, 8:3 zum 11:6 diesmal gegen Mühlbach umgekehrte Vorzeichen herbeizuführen, sodass ein Remis in der Luft lag. Dieser Wunsch ging dann auch mit einem 11:4 auch in Erfüllung.
TTSV-Manager Heinz Falk war mit dem Resulat nicht zufrieden: "Wir sind schon enttäuscht, zumal wir damit nach dem 2:0 nach den Doppeln nicht gerechnet haben, aber wir müssen damit leben aus beiden Spielen gegen Schwabhausen nur diesen einen Punkt geholt zu haben." Petrissa Solja habe überhaupt nicht zu ihrer Form gefunden, damit habe man nicht gerechnet. "Auch das erneute 0:2 von Maria Fazekas war nicht so toll." Li Fen habe hingegen erneut sehr stark gespielt.
Sehr zufrieden zeigte sich Harald Dannhauer, Pressesprecher des TSV Schwabhausen: "Wir sind sehr zufreiden mit dem 5:5, das war eine tolle Mannschaftsleistung." Kathrin Mühlbach habe diesmal gegen Solja dem Druck stand gehalten, gegen Laura Matzke sei nicht viel drin gewesen, Matzke habe sehr gut gespielt. "Nach einem 0:3 noch 5:5 zu spielen, das ist eine klasse Leistung unseres Teams."
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