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TSV Schwabhausen - Essen-Holsterhausen: 2:6
Ein Bericht von Martina Emmert - 12.03.2011 – 1. Bundesliga Damen
Schwabhausen. Die Fans des Aufsteigers TSV Schwabhausen sollten wieder einmal ihr Kommen nicht bereuen. Gegen Verfolger DJK TuS Essen Holsterhausen entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, auch wenn eine Niederlage am Ende wenig Anlass zur Freude gab.
In den Doppeln punkteten noch beide Seiten, Bao Di/Yang Ting für den TSV, Elke Schall/Shi Qi für die Essenerinnen.
In den Einzeln begannen die Gastgeberinnen auch erst einmal selbstbewusst, denn viermal landete zumindest der erste Satz auf dem Konto der Bayern. Bao Di und Sabine Winter wussten am Ende daraus keinen Profit zu schlagen. Wie von Trainer Alexander Yahmed befürchtet scheiterte Bao Di letztendlich noch klar mit 1:3 gegen Shi Qi. Auf des Messers Schneide tanzte die Begegnung zwischen der Jungnationalspielerin Winter gegen die 37-jährige Schall. Beim 12:11 im zweiten Durchgang brachte eine Auszeit für Winter zum 13:11 noch den erhofften Erfolg. Ab dem dritten Abschnitt kam Schall jedoch zum 10:7 stärker auf. Nach Abwehr dieser drei Satzbälle quittierte die 18-Jährige doch noch ein 10:12, und von da an siegte die Routine. Bei Winter riss der Faden zum 5:11, 8:11. Nach dem 0:3 in der Hinrunde bestätigt die Schwabhausenerin, dass ihr teilweise nur noch ein Wimpernschlag zum Sieg fehlt. „Elke konzentrierte sich schließlich mehr und parierte die Aufschläge von Winter besser. Sie spielte mit Köpfchen“, analysierte DJK-Manager Hans-Willi Frohn.
Die Chinesin Yang Ting erfüllte dann die Erwartungen gegen Marta Golota. Einem 2:0-Satzvorsprung folgte allerdings erst einmal der Ausgleich. In dieser Phase spielte die Polin gegen ihre defensiv eingestellte Gegnerin wirklich gut. Doch wie schon des Öfteren fehlte Golota einfach die Konstanz, denn ein 0:5 im fünften Satz schloss sich zum 3:11 an.
Kathrin Mühlbach blieb dann den 3:3-Gleichstand gegen Kelly Sibley schuldig. Die Engländerin ließ sich nach einem 10:5 den ersten Satz zum 11:13 noch klauen, danach steuerte sie mit einem 11:8, 11:5, 11:5 aber zielgenau auf das 4:2 zu.
Diesen Vorsprung baute Schall mit einem problemlosen 3:1 gegen Bao Di aus, und nun musste Winter gegen Shi Qi die Niederlage verhindern. In der ersten Saisonhälfte gewann sie gegen die Chinesin, und auch diesmal kämpfte sich Winter über ein 12:10, 4:11, 9:11 und 11:7 in den fünften Satz. Gute Aussichten also, die aber spätestens beim 6:10 verflogen waren. Die Schlussphase des Satzes sollte sich jedoch noch einmal dramatisch zuspitzen, als Winter zum 9:10 verkürzte. Shi Qi ließ sich bei einem Time-out neu inspirieren. Diese Maßnahme fruchtete zum 11:9 und 6:2. „Beide Spielerinnen zeigten eine Leistung auf hohem Niveau. Die Zuschauer sahen tolle Ballwechsel, von der Ballonabwehr bis zum kurzen, schnellen Spiel waren alle technischen Finessen vorhanden. Shi Qi steigert sich kontinuierlich, worüber ich natürlich sehr erfreut bin“, sagte Frohn. Sehr positiv habe sich die frühe Anreise bemerkbar gemacht, und dementsprechend würde noch heute Abend weiter nach Böblingen gefahren. „Wir haben sogar zwei ganz treue Essener Fans hier begrüßen dürfen“, berichtete der Manager.
„Wir hatten im Vorfeld die Hoffnung auf ein 5:5, doch nach der Niederlage von Bao Di gegen Shi Qi bekam ich da schon Zweifel. Bao Di kam mit ihrer Spielanlage in keinem ihrer Einzel zum Zuge. Sobald der Ball nur eine Nuance zu hoch kam landeten ihre Gegnerinnen den entscheidenden Treffer. Teilweise wirkte sie hilflos“, resümierte TSV-Pressesprecher Harald Dannhauer. Sabine Winter habe im vierten Satz gegen Schall ein paar Punkte überhastet gespielt. Danach habe sich Schall nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. „Schall stand auch sehr dicht am Tisch und wusste die Bälle entsprechend gut zu setzen. Sabine umläuft ihre Rückhand häufig, diese Schwäche wusste Shi Qi zu ihrem Vorteil zu nutzen“, sagte der Pressesprecher. Die Mannschaft werde aber nicht den Kopf in den Sand stecken, nur weil es diesmal nicht mit dem Punktgewinn geklappt habe.
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